Die Structured Query Language (SQL) ist die Standardsprache für relationale Datenbanken. Sie unterscheidet drei Bereiche: DDL (Data Definition Language – CREATE, ALTER, DROP) zur Schemadefinition, DML (Data Manipulation Language – SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE) zur Datenänderung und DCL (Data Control Language – GRANT, REVOKE) für Rechte. Im Abitur steht die DML im Mittelpunkt.
CREATE TABLE schüler (
sid INTEGER PRIMARY KEY,
name VARCHAR(50) NOT NULL,
klasse VARCHAR(5),
note DECIMAL(2,1)
);
Beispieldaten:
sid | name | klasse | note
----+--------+--------+-----
1 | Anna | 12a | 1.7
2 | Ben | 11b | 2.3
3 | Carla | 12a | 1.0
4 | Dario | 11b | 3.7Der SELECT-Befehl ist das wichtigste Werkzeug von SQL. Allgemeiner Aufbau:
SELECT <Spalten>
FROM <Tabelle>
WHERE <Bedingung>
ORDER BY <Spalte> [ASC|DESC];
Beispiele:
SELECT name, note
FROM schüler
WHERE klasse = '12a';
SELECT *
FROM schüler
WHERE note < 2.0
ORDER BY note ASC;
Mit DISTINCT entfernt man Duplikate, mit LIKE 'A%' kann man Mustern suchen, mit IN ('12a','12b') mehrere Werte zulassen.
INSERT INTO schüler (sid, name, klasse, note)
VALUES (5, 'Eva', '12a', 2.0);
Mit mehreren VALUES-Blöcken können mehrere Datensätze in einem Befehl eingefügt werden. Wird die Spaltenliste weggelassen, müssen alle Werte in der Reihenfolge des Schemas angegeben werden.
UPDATE schüler
SET note = note - 0.3
WHERE klasse = '11b';
Vorsicht: ohne WHERE wird die Spalte in allen Datensätzen geändert. Das ist eine der häufigsten Pannen in der Datenbankadministration.
DELETE FROM schüler
WHERE note > 5.0;
Auch hier löscht eine fehlende WHERE-Klausel die gesamte Tabelle. Soll die Tabelle selbst entfernt werden, verwendet man DROP TABLE schüler;.
Vergessenes Semikolon, einfache Anführungszeichen für Strings vergessen, Spaltennamen wie note gegen "note" verwechseln, fehlendes WHERE bei UPDATE/DELETE, NULL-Vergleich mit = statt IS NULL.
Zusammenfassung: SQL erlaubt das deklarative Abfragen und Ändern relationaler Daten. Die Kernbefehle SELECT, INSERT, UPDATE und DELETE reichen für die meisten Aufgaben.
Abitur-Tipp: Schreibe SQL-Schlüsselwörter immer GROSS und Tabellen-/Spaltennamen klein – das verbessert die Lesbarkeit und gibt in Prüfungen oft Punkte für „saubere Form“.