Polarisation beschreibt die Richtung der Schwingung einer Transversalwelle. Bei elektromagnetischen Wellen bezieht sich die Polarisation auf die Schwingungsebene des elektrischen Feldvektors \( \vec{E} \).
Wichtig: Nur Transversalwellen können polarisiert werden. Longitudinalwellen (z. B. Schall) haben keine Polarisation – dies ist ein wichtiger experimenteller Beweis, dass Licht eine Transversalwelle ist.
Ein Polarisationsfilter lässt nur Licht einer bestimmten Schwingungsrichtung durch.
1. Lineare Polarisation:
2. Zirkuläre Polarisation:
3. Elliptische Polarisation:
Ein Polarisationsfilter (Polarisator) lässt nur die Komponente des \( \vec{E} \)-Vektors durch, die parallel zur Durchlassrichtung des Filters steht.
Gesetz von Malus: Fällt linear polarisiertes Licht der Intensität \( I_0 \) auf einen Analysator, der um den Winkel \( \alpha \) gegen die Polarisationsrichtung gedreht ist:
\( I = I_0 \cdot \cos^2 \alpha \)
Spezialfälle:
Unpolarisiertes Licht durch einen Polarisator: Die Intensität wird auf \( \frac{I_0}{2} \) reduziert (Mittelung über alle Winkel).
Polarisation durch Reflexion (Brewster-Winkel):
Unter dem Brewster-Winkel \( \alpha_B \) ist das reflektierte Licht vollständig linear polarisiert:
\( \tan \alpha_B = \frac{n_2}{n_1} \)
Abitur-Tipp: Das Gesetz von Malus ist eine häufige Rechenaufgabe. Merke: Zwei Polarisatoren hintereinander – erst den Polarisator-Effekt berechnen (\( I_0 / 2 \)), dann Malus anwenden!