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Il Papa e la Città del Vaticano

Petersdom in Rom
Lo Stato della Città del Vaticano

Die Città del Vaticano ist mit nur 0,44 km² und rund 800 Einwohnern der kleinste Staat der Welt. Sie liegt im Herzen Roms und ist Sitz des Papstes als Oberhaupt der katholischen Kirche. „Il Vaticano è il più piccolo Stato del mondo, ma ha la più grande influenza spirituale.“ („Der Vatikan ist der kleinste Staat der Welt, hat aber den größten geistlichen Einfluss.“)

Die wichtigsten Bauwerke: der Petersdom (Basilica di San Pietro, 1506–1626), der Petersplatz mit der Kolonnade von Bernini, die Sixtinische Kapelle mit Michelangelos Fresken, die Vatikanischen Museen und die päpstlichen Paläste.

Die Patti Lateranensi 1929

Nach der Eroberung Roms durch die italienischen Truppen am 20. September 1870 betrachtete sich der Papst als il prigioniero del Vaticano (Gefangener des Vatikans). Erst die Patti Lateranensi vom 11. Februar 1929 zwischen Benito Mussolini und Papst Pius XI. regelten den Konflikt.

Die Verträge bestanden aus drei Teilen: ein Staatsvertrag (Anerkennung des Vatikanstaats), ein Konkordat (Beziehungen Italien-Kirche) und eine finanzielle Vereinbarung (Entschädigung von 1,75 Mrd. Lire). „Abbiamo ridato Dio all'Italia e l'Italia a Dio.“ („Wir haben Gott Italien und Italien Gott zurückgegeben.“) sagte Mussolini stolz. 1984 wurde der Konkordat unter Bettino Craxi modernisiert: Der Katholizismus ist nicht mehr Staatsreligion.

Vokabeln:
il Papa – der Papst
il Vaticano – der Vatikan
la Chiesa cattolica – die katholische Kirche
la basilica – die Basilika
il cardinale – der Kardinal
il conclave – das Konklave
la fede – der Glaube
il fedele – der Gläubige
la messa – die Messe
il concordato – der Konkordat
la Santa Sede – der Heilige Stuhl

Das Konzil von Trient

Das Konzil von Trient (Concilio di Trento, 1545–1563) war die wichtigste Reaktion der katholischen Kirche auf die Reformation Luthers. Trient liegt im Trentino und war damals Teil des Heiligen Römischen Reiches. Drei Tagungsperioden (1545–1547, 1551–1552, 1562–1563) brachten die Controriforma (Gegenreformation) in Gang.

Das Konzil bestätigte die katholischen Dogmen, reformierte die Priesterausbildung, stärkte die Disziplin im Klerus und legte die offizielle Bibelübersetzung (Vulgata) fest. Es prägte das katholische Selbstverständnis bis zum Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965).

Papa Francesco

Papst Francesco (Jorge Mario Bergoglio, geb. 1936) wurde am 13. März 2013 zum Papst gewählt – als erster Jesuit, erster Lateinamerikaner (Argentinien) und erster Papst mit dem Namen Franziskus (nach Franz von Assisi). Sein Vorgänger Benedikt XVI. war als erster Papst seit 1415 zurückgetreten.

Francesco gilt als reformorientierter, sozial engagierter Papst. „Chi sono io per giudicare?“ („Wer bin ich, um zu urteilen?“) sagte er über Homosexuelle – ein bahnbrechender Satz. Er besuchte 2013 als ersten Auslandstermin die Insel Lampedusa und sprach über die globalizzazione dell'indifferenza. Seine Enzyklika Laudato si' (2015) ist ein Aufruf zum Klimaschutz.

Zusammenfassung:

• Vatikanstadt: kleinster Staat der Welt (0,44 km²)
• Petersdom, Sixtinische Kapelle, Vatikanische Museen
• Patti Lateranensi 1929: Mussolini – Pius XI., Konkordat 1984 modernisiert
• Konzil von Trient (1545–1563): Gegenreformation
• Papst Franziskus (seit 13.3.2013): erster Jesuit, Lampedusa-Besuch 2013
Laudato si' (2015) – Enzyklika über Klimaschutz

Abitur-Tipp: Verbinde den Vatikan mit der italienischen Identität (Pflichtthema norme e valori) und Lampedusa-Migration (Q2.1). Lerne das Datum der Patti Lateranensi (1929) und Franziskus' Wahltag (13.3.2013) auswendig.