Hormone sind chemische Botenstoffe, die von endokrinen Drüsen oder spezialisierten Zellen gebildet und ins Blut abgegeben werden. Sie steuern Stoffwechsel, Wachstum, Fortpflanzung und Verhalten.
Der Hypothalamus bildet Releasing- und Inhibiting-Hormone (CRH, TRH, GnRH, GHRH, Somatostatin, Dopamin) sowie ADH und Oxytocin. Die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) liegt in der Sella turcica und gliedert sich in Adeno- und Neurohypophyse. Sie sezerniert ACTH, TSH, FSH, LH, GH und Prolaktin.
Die Schilddrüse (Glandula thyroidea) produziert T₃ und T₄ sowie Calcitonin. Die Nebenschilddrüsen (4 Stück) sezernieren Parathormon, das den Calciumspiegel anhebt.
Die Nebennierenrinde bildet drei Klassen von Steroidhormonen: Mineralocorticoide (Aldosteron, Zona glomerulosa), Glucocorticoide (Cortisol, Zona fasciculata) und Sexualhormone (Androgene, Zona reticularis). Das Nebennierenmark sezerniert Adrenalin und Noradrenalin.
Die Langerhans-Inseln des Pankreas produzieren Insulin, Glucagon und Somatostatin. Hoden bilden Testosteron, Ovarien Östrogene und Progesteron. Weitere endokrine Organe: Zirbeldrüse (Melatonin), Thymus, Niere (EPO, Renin) und das diffuse endokrine System des Gastrointestinaltrakts.
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