Hormone wirken in geringsten Konzentrationen (Nanomol- bis Picomolbereich) und entfalten ihre Wirkung über spezifische Rezeptoren. Man unterscheidet endokrine, parakrine, autokrine und neurokrine Wirkung.
Peptid- und Proteinhormone bestehen aus Aminosäuren (3–200 AS). Beispiele: Insulin, Glucagon, ACTH, Wachstumshormon, ADH. Sie sind hydrophil und binden an membranständige Rezeptoren mit Second-Messenger-Systemen (cAMP, IP₃).
Steroidhormone leiten sich vom Cholesterin ab und sind lipophil. Beispiele: Cortisol, Aldosteron, Testosteron, Östrogen, Progesteron, Vitamin D. Sie passieren die Zellmembran und binden an intrazelluläre Rezeptoren, die als Transkriptionsfaktoren wirken.
Tyrosinderivate: Schilddrüsenhormone (T₃, T₄) und Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin). Tryptophanderivate: Serotonin und Melatonin. Sie kombinieren Eigenschaften der anderen Klassen.
Hormone steuern den Energiestoffwechsel (Insulin, Glucagon, T₃/T₄), den Wasserhaushalt (ADH, Aldosteron), das Wachstum (GH, IGF-1), die Fortpflanzung (Sexualhormone), den Calciumhaushalt (PTH, Calcitonin) und Stressantworten (Cortisol, Adrenalin).
Abitur-Tipp: Merke: Peptidhormone wirken über Membranrezeptoren, Steroidhormone über intrazelluläre Rezeptoren.