Hormone lassen sich nach ihrer chemischen Struktur in drei Hauptklassen einteilen: Peptide/Proteine, Steroide und Aminosäurederivate. Diese Strukturunterschiede bestimmen Synthese, Transport und Wirkmechanismus.
Sie werden ribosomal als Präprohormone synthetisiert und im Golgi-Apparat zu aktiven Hormonen prozessiert. Sie werden in Vesikeln gespeichert und auf Reiz ausgeschüttet. Beispiele: Insulin (51 AS), Glucagon (29 AS), ACTH (39 AS), GH (191 AS).
Steroide entstehen aus Cholesterin (27 C-Atome) durch enzymatische Modifikation in Mitochondrien und glattem ER. Sie werden nicht gespeichert, sondern bei Bedarf neu synthetisiert. Strukturmerkmal: Sterangerust mit drei Sechserringen und einem Fünferring (Cyclopentanoperhydrophenanthren).
Aus Tyrosin entstehen die Schilddrüsenhormone (durch Iodierung) sowie die Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin durch Hydroxylierung und Decarboxylierung). Aus Tryptophan entsteht Serotonin und daraus Melatonin.
Lipophile Steroide benötigen Transportproteine im Blut, können aber Membranen passieren. Hydrophile Peptidhormone lösen sich frei im Plasma, können aber nicht durch Membranen diffundieren und benötigen Membranrezeptoren.
Abitur-Tipp: Eselsbrücke: 'Steroide aus Cholesterin, Schilddrüsenhormone aus Tyrosin'.