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Hemmungsarten von Hormonrezeptoren

Grundprinzip

Hormone wirken über spezifische Rezeptoren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Pharmakologische oder physiologische Antagonisten können diese Bindung blockieren. Man unterscheidet kompetitive und nicht-kompetitive Hemmung.

Kompetitive Hemmung

Bei der kompetitiven Hemmung bindet der Antagonist reversibel an die gleiche Bindestelle wie das Hormon. Die Wirkung kann durch höhere Hormonkonzentrationen aufgehoben werden. Beispiel: Tamoxifen blockiert Östrogenrezeptoren beim Mammakarzinom. Spironolacton ist ein Aldosteron-Antagonist.

Nicht-kompetitive Hemmung

Bei der nicht-kompetitiven Hemmung bindet der Inhibitor an eine andere Stelle des Rezeptors (allosterisch) und verändert dessen Konformation. Auch hohe Hormonkonzentrationen können die Hemmung nicht aufheben.

Receptor-Downregulation

Bei chronisch hoher Hormonkonzentration reduzieren Zellen die Anzahl ihrer Rezeptoren (Downregulation). Dies erklärt die Insulinresistenz bei Adipositas und Typ-2-Diabetes.

Klinisch relevante Beispiele

Weitere Antagonisten: Mifepriston (Progesteron-Antagonist), Flutamid (Androgen-Antagonist beim Prostatakarzinom), Propranolol (β-Blocker, hemmt Adrenalin-/Noradrenalinwirkung).

Abitur-Tipp: Merke: kompetitiv = gleiche Bindestelle, nicht-kompetitiv = andere Bindestelle.