Die Hypothalamus-Hypophysen-Achse ist das übergeordnete Regulationszentrum für die meisten endokrinen Drüsen. Der Hypothalamus integriert Signale aus dem Gehirn und steuert über die Hypophyse die peripheren Drüsen.
Im Hypothalamus werden Releasing-Hormone (Liberine) und Inhibiting-Hormone (Statine) gebildet: CRH (Corticoliberin), TRH (Thyreoliberin), GnRH (Gonadoliberin), GHRH (Somatoliberin), Somatostatin und Dopamin (PIH). Sie gelangen über das Pfortadersystem in die Adenohypophyse.
Die Adenohypophyse (Hypophysenvorderlappen) sezerniert sechs Hormone: ACTH (zur Nebennierenrinde), TSH (Schilddrüse), FSH und LH (Gonaden), GH (Wachstum) und Prolaktin (Milchdrüse).
Die Neurohypophyse (Hinterlappen) speichert und sezerniert ADH (Vasopressin, Wasserretention) und Oxytocin (Wehen, Milchejektion). Diese werden im Hypothalamus produziert und axonal transportiert.
Die Achse wird durch negative Rückkopplung reguliert: das periphere Hormon (z. B. Cortisol) hemmt die Sekretion des entsprechenden Releasing-Hormons (CRH) und der Hypophyse (ACTH). So bleiben die Spiegel im Sollbereich.
Störungen verursachen Hypophysenadenome mit z. B. Akromegalie (GH-Überschuss), Morbus Cushing (ACTH-Überschuss) oder Prolaktinom.
Abitur-Tipp: Merke die Achsen: HPA (Stress), HPT (Schilddrüse), HPG (Gonaden) — alle nach gleichem Prinzip.