Bibliothek

Fach wählen

Themen

Die Hypothalamus-Hypophysen-Achse

Übersicht

Die Hypothalamus-Hypophysen-Achse ist das übergeordnete Regulationszentrum für die meisten endokrinen Drüsen. Der Hypothalamus integriert Signale aus dem Gehirn und steuert über die Hypophyse die peripheren Drüsen.

Hypothalamische Hormone

Im Hypothalamus werden Releasing-Hormone (Liberine) und Inhibiting-Hormone (Statine) gebildet: CRH (Corticoliberin), TRH (Thyreoliberin), GnRH (Gonadoliberin), GHRH (Somatoliberin), Somatostatin und Dopamin (PIH). Sie gelangen über das Pfortadersystem in die Adenohypophyse.

Adenohypophyse

Die Adenohypophyse (Hypophysenvorderlappen) sezerniert sechs Hormone: ACTH (zur Nebennierenrinde), TSH (Schilddrüse), FSH und LH (Gonaden), GH (Wachstum) und Prolaktin (Milchdrüse).

Neurohypophyse

Die Neurohypophyse (Hinterlappen) speichert und sezerniert ADH (Vasopressin, Wasserretention) und Oxytocin (Wehen, Milchejektion). Diese werden im Hypothalamus produziert und axonal transportiert.

Negative Rückkopplung

Die Achse wird durch negative Rückkopplung reguliert: das periphere Hormon (z. B. Cortisol) hemmt die Sekretion des entsprechenden Releasing-Hormons (CRH) und der Hypophyse (ACTH). So bleiben die Spiegel im Sollbereich.

Klinik

Störungen verursachen Hypophysenadenome mit z. B. Akromegalie (GH-Überschuss), Morbus Cushing (ACTH-Überschuss) oder Prolaktinom.

Abitur-Tipp: Merke die Achsen: HPA (Stress), HPT (Schilddrüse), HPG (Gonaden) — alle nach gleichem Prinzip.