Der Pearl-Index (PI) gibt an, wie viele von 100 Frauen, die ein Verhütungsmittel ein Jahr lang anwenden, schwanger werden. Je niedriger, desto sicherer. Ohne Verhütung liegt der PI bei etwa 85.
Zu den hormonellen Methoden gehören Kombinationspille (PI 0,1–0,9), Minipille (PI 0,5–3), Hormonpflaster, Vaginalring, Hormonimplantat (PI 0,08), Dreimonatsspritze (PI 0,3–1,4) und Hormonspirale (PI 0,16). Sie wirken durch Ovulationshemmung, Veränderung des Zervixschleims oder der Endometriumstruktur.
Zu den nicht-hormonellen mechanischen Methoden zählen Kondom (PI 2–12, einziger Schutz vor STD), Frauenkondom, Diaphragma (PI 1–20) und Kupferspirale (PI 0,3–0,8).
Spermizide (Nonoxinol-9 als Gel, Zäpfchen oder Schaum) haben einen hohen PI von 3–25 und sind allein wenig zuverlässig.
Symptothermale Methoden (Temperaturmessung, Zervixschleim) haben einen PI von 0,4–5. Die Sterilisation (Tubenligatur, Vasektomie) ist mit PI <0,1 die sicherste Methode, aber irreversibel.
Abitur-Tipp: Merke: Kondome sind die einzige Methode, die zuverlässig vor sexuell übertragbaren Infektionen schützt.