Die Hormonspirale (Markennamen z. B. Mirena, Jaydess, Kyleena) ist ein T-förmiges Kunststoffgerät, das in die Gebärmutter eingelegt wird und kontinuierlich das Gestagen Levonorgestrel freisetzt. Sie ist je nach Präparat 3–5 (bis 8) Jahre wirksam.
Mirena setzt initial etwa 20 µg Levonorgestrel pro Tag frei (später weniger). Da das Hormon lokal in der Gebärmutter wirkt, sind die systemischen Hormonspiegel deutlich niedriger als bei der Pille.
Die kontrazeptive Wirkung beruht auf mehreren Faktoren: Verdickung des Zervikalschleims (Spermienpassage erschwert), Hemmung des Endometriumaufbaus (Nidation behindert) und in einigen Fällen Ovulationshemmung. Pearl-Index 0,16.
Sehr hohe Sicherheit, lang wirksam, geringer systemischer Hormoneinfluss, oft Reduktion der Menstruationsblutung (Therapie bei Hypermenorrhoe), reversibel.
Mögliche Nebenwirkungen: Schmierblutungen in den ersten Monaten, Zyklusunregelmäßigkeiten, selten Perforation der Uteruswand bei Einlage, erhöhtes Risiko für Eileiterschwangerschaft (relativ, aber selten absolut), Ovarialzysten.
Abitur-Tipp: Merke: bei Hypermenorrhoe (starken Regelblutungen) ist die Hormonspirale auch eine Therapieoption.