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Die Dreimonatsspritze

Definition

Die Dreimonatsspritze (Depot-Provera) ist eine intramuskuläre oder subkutane Injektion eines Depot-Gestagens (Medroxyprogesteronacetat, 150 mg) alle 12–13 Wochen. Sie gehört zu den hormonellen Langzeitkontrazeptiva.

Wirkmechanismus

Das Gestagen unterdrückt über negative Rückkopplung die GnRH-Ausschüttung und damit die LH-Spitze. Dies verhindert den Eisprung. Zusätzlich wird der Zervikalschleim verdickt und das Endometrium verdünnt. Pearl-Index 0,3–1,4.

Vorteile

Hohe Sicherheit, keine tägliche Anwendung nötig, östrogenfrei (auch bei Kontraindikation gegen Östrogene anwendbar), oft Aussetzen der Menstruation.

Nachteile und Risiken

Reversibilität verzögert (Fertilitätsrückkehr nach 6–12 Monaten), Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, vermindert die Knochendichte (deshalb möglichst nicht länger als 2 Jahre), Schmierblutungen oder Amenorrhoe.

Indikation

Geeignet für Frauen, die eine zuverlässige, langwirksame und östrogenfreie Methode wünschen, jedoch keine Spirale wollen.

Abitur-Tipp: Merke: möglichst nicht länger als 2 Jahre wegen Knochendichteminderung.