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Nicht-hormonelle mechanische Kontrazeptiva

Definition

Mechanische Kontrazeptiva verhindern eine Schwangerschaft physikalisch, ohne in den Hormonhaushalt einzugreifen. Sie verhindern entweder den Spermienübergang oder die Nidation.

Kondom

Das Kondom ist eine dünne Hülle aus Latex oder Polyurethan, die über den Penis gerollt wird. Pearl-Index 2–12. Es ist die einzige Verhütungsmethode, die zuverlässig vor sexuell übertragbaren Infektionen (HIV, Hepatitis, Gonorrhö) schützt.

Diaphragma und Portiokappe

Das Diaphragma ist eine flexible Silikonkappe, die mit Spermizid vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt wird und den Muttermund bedeckt. PI 1–20. Erfordert Ärztliche Anpassung.

Kupferspirale

Die Kupferspirale (Intrauterinpessar) wird in die Gebärmutter eingelegt und gibt Kupferionen ab, die spermizid wirken und die Nidation behindern. Wirkdauer 3–10 Jahre. Pearl-Index 0,3–0,8. Hormonfrei, aber kann die Menstruationsblutung verstärken.

Vergleich

Kondom: einfach, schnell, STD-Schutz. Diaphragma: anwendungsbedingte Ungenauigkeit. Kupferspirale: hohe Sicherheit, langfristig, aber Risiko der Hypermenorrhoe.

Abitur-Tipp: Merke: nur das Kondom schützt vor STDs — bei wechselnden Partnern unverzichtbar.