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Nicht-hormonelle chemische Kontrazeptiva

Definition

Spermizide sind chemische Substanzen, die Spermien immobilisieren oder abtöten. Sie werden vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt. Wirkstoff ist meist Nonoxinol-9.

Darreichungsformen

Spermizide gibt es als Gele, Cremes, Schäume, Zäpfchen oder Schaumtabletten. Sie müssen 10–15 Minuten vor dem Verkehr eingebracht werden und wirken etwa eine Stunde.

Wirkmechanismus

Nonoxinol-9 zerstört die Plasmamembran der Spermien (tensidische Wirkung) und verhindert ihre Beweglichkeit und Fertilisationsfähigkeit.

Wirksamkeit

Allein angewendet ist der Pearl-Index 3–25 — unzuverlässig. In Kombination mit mechanischen Methoden (Kondom, Diaphragma) deutlich besser.

Nebenwirkungen

Mögliche Reizung von Vaginalschleimhaut und Penis, allergische Reaktionen, Erhöhung des HIV-Infektionsrisikos bei häufiger Anwendung (durch Schleimhautirritation). Kein Schutz vor STDs.

Abitur-Tipp: Merke: Spermizide allein sind unzureichend — immer mit Barrieremethode kombinieren.