Die KHK entsteht durch Arteriosklerose der Koronararterien mit zunehmender Lumeneinengung. Folge ist eine Myokardischämie mit Angina pectoris (retrosternaler Schmerz, ausstrahlend in den linken Arm). Risikofaktoren: Rauchen, Hypertonie, Hypercholesterinämie, Diabetes, Adipositas.
Beim Myokardinfarkt kommt es durch Plaque-Ruptur und Thrombose zum kompletten Verschluss einer Koronararterie. Innerhalb von 20–30 Minuten beginnt der Untergang von Herzmuskelzellen. Klinik: starker retrosternaler Schmerz, Vernichtungsgefühl, Atemnot. Diagnostik: EKG (ST-Hebung), Troponin-T/I.
Die Herzinsuffizienz ist die Unfähigkeit des Herzens, das Gewebe ausreichend mit Blut zu versorgen. Linksherzinsuffizienz führt zu Lungenstauung (Dyspnoe, Lungenödem), Rechtsherzinsuffizienz zu peripheren Ödemen, Stauungsleber und Halsvenenstauung.
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Arrhythmie (etwa 2 % der Erwachsenen) und erhöht das Schlaganfallrisiko. Kammerflimmern ist akut lebensbedrohlich und erfordert sofortige Defibrillation.
Therapieoptionen: medikamentös (ACE-Hemmer, Betablocker, Diuretika, Statine), interventionell (Stent), chirurgisch (Bypass), elektrisch (Schrittmacher, ICD).
Abitur-Tipp: Merke: 'Time is muscle' — je schneller die Reperfusion, desto weniger Herzmuskelzellen sterben ab.