Wasser (H₂O) ist mit etwa 50–60 % des Körpergewichts der mengenmäßig wichtigste Bestandteil des menschlichen Körpers. Es ist Lösungsmittel, Reaktionspartner, Transportmedium und Temperaturregulator. Ein Verlust von 2 % führt bereits zu messbarer Leistungsminderung.
Der tägliche Bedarf eines Erwachsenen liegt bei etwa 2,5–3 Litern. Die Aufnahme erfolgt zu rund 1,5 L durch Getränke, 0,9 L durch feste Nahrung und 0,3 L durch Oxidationswasser. Die Ausscheidung verteilt sich auf Urin (1,5 L), Stuhl (0,1 L), Lunge (0,4 L) und Haut (0,5 L).
Etwa zwei Drittel des Körperwassers liegen intrazellulär (etwa 28 L), ein Drittel extrazellulär, davon 3 L im Plasma und 11 L im Interstitium. Die Verteilung wird über Osmose und das ADH-Renin-Angiotensin-System reguliert.
Wasser ist Lösungsmittel für Elektrolyte, dient als Transportmedium im Blut und Lymphsystem, ist Reaktionspartner bei der Hydrolyse, reguliert die Körpertemperatur durch Verdunstung (Schweiß) und schmiert Gelenke.
Dehydratation äußert sich in Durst, Schwindel und Konzentrationsstörungen, ab 10 % Verlust treten Kreislaufversagen und Bewusstlosigkeit auf. Eine übermäßige Wasseraufnahme kann zur Hyponatriämie ('Wasservergiftung') führen.
Abitur-Tipp: Faustregel: 30–40 ml Wasser pro kg Körpergewicht täglich.