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Magen

Anatomie

Der Magen (Gaster, Ventriculus) ist ein hohlmuskuläres Organ im linken Oberbauch mit einem Füllungsvolumen von etwa 1,5 Litern. Man unterscheidet Cardia, Fundus, Corpus, Antrum pyloricum und Pylorus.

Schleimhaut und Drüsen

Die Magenschleimhaut bildet zahlreiche Foveolae gastricae, in die die Magendrüsen münden. Sie enthalten vier Zelltypen: Hauptzellen (Pepsinogen), Belegzellen (HCl, Intrinsic Factor), Nebenzellen (Schleim, Bicarbonat) und G-Zellen (Gastrin, im Antrum).

Magensaft

Täglich werden 2–3 Liter Magensaft produziert. Er enthält Salzsäure (HCl, pH 0,9–2,5), die durch Protonenpumpen (H/K-ATPase) sezerniert wird, sowie Pepsinogen, das im sauren Milieu zu aktivem Pepsin wird und Proteine spaltet.

Schutzmechanismen

Die Magenschleimhaut schützt sich durch eine Schleim-Bicarbonat-Schicht, schnelle Epithelregeneration und Prostaglandin-vermittelte Durchblutung. Störungen führen zu Gastritis und Ulzera.

Funktion und Klinik

Der Magen speichert Nahrung, vermischt sie zum Chymus und gibt diesen portionsweise an das Duodenum ab. Helicobacter pylori verursacht 90 % der Duodenalulzera. Der Intrinsic Factor ist für die Vitamin-B₁₂-Resorption im Ileum nötig.

Abitur-Tipp: Lerne die vier Zelltypen der Magendrüsen mit ihren Sekreten — ein klassisches Prüfungsthema.