Bibliothek

Fach wählen

Themen

Diagnostik bei Diabetes mellitus

Nüchternblutzucker

Der Nüchternblutzucker wird nach mindestens 8 Stunden Nahrungskarenz gemessen. Werte: <100 mg/dl normal, 100–125 mg/dl gestört, ≥126 mg/dl an zwei Tagen sichern die Diagnose Diabetes.

HbA1c

HbA1c (glykiertes Hämoglobin) zeigt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 8–12 Wochen. Normal <5,7 %, Prädiabetes 5,7–6,4 %, Diabetes ≥6,5 % (48 mmol/mol). Therapieziel meist <7 %.

Oraler Glukosetoleranztest (oGTT)

Beim oGTT trinkt der Patient 75 g Glucose in 250 ml Wasser. Nach 2 Stunden gilt: <140 mg/dl normal, 140–199 mg/dl gestörte Glucosetoleranz, ≥200 mg/dl Diabetes.

Weitere Untersuchungen

Zur Differenzierung der Typen werden C-Peptid (Marker der Insulinproduktion) und Autoantikörper (GAD, IA-2, Insulin-AK) bestimmt. Urinanalyse auf Glucose und Ketonkörper.

Folgeuntersuchungen

Bei Diabetikern werden regelmäßig Augenhintergrund (Retinopathie), Nierenfunktion (Albuminurie, Kreatinin) und Nervenstatus (Neuropathie, Vibrationsempfinden) kontrolliert.

Abitur-Tipp: Merke die drei Diagnosekriterien: Nüchtern ≥126, oGTT 2h ≥200, HbA1c ≥6,5 %.