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Funktion von Proteinen

Definition

Proteine (Eiweiße) sind aus 20 verschiedenen Aminosäuren aufgebaut, die durch Peptidbindungen verknüpft sind. Sie liefern 4 kcal/g und sollten 10–20 % der Energiezufuhr ausmachen. Der Tagesbedarf liegt bei 0,8 g/kg Körpergewicht.

Strukturfunktion

Proteine sind die wichtigsten Baustoffe des Körpers: Kollagen (Bindegewebe, 30 % aller Proteine), Aktin und Myosin (Muskeln), Keratin (Haare, Nägel), Elastin (elastische Fasern).

Enzymfunktion

Nahezu alle Enzyme sind Proteine (Ausnahme: Ribozyme). Sie katalysieren biochemische Reaktionen und senken die Aktivierungsenergie. Beispiele: Verdauungsenzyme, Atmungskettenkomplexe, DNA-Polymerasen.

Transport und Abwehr

Hämoglobin transportiert Sauerstoff, Albumin transportiert Hormone und Medikamente, Transferrin transportiert Eisen. Antikörper (Immunglobuline) sind essentiell für die Immunabwehr.

Hormone und Regulation

Viele Hormone sind Proteine bzw. Peptide: Insulin, Glucagon, Wachstumshormon, ACTH. Sie regulieren Stoffwechsel und Körperfunktionen. Im Energiemangel werden auch Körperproteine zur Energiegewinnung abgebaut.

Abitur-Tipp: Essentielle Aminosäuren (8): Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin.