Bibliothek

Fach wählen

Themen

Das Ribosom

Definition

Ribosomen sind makromolekulare Komplexe aus rRNA und Proteinen, die in allen Zellen die Translation der mRNA in Polypeptide katalysieren. Sie kommen frei im Zytosol oder gebunden am rauen ER vor.

Aufbau bei Eukaryoten

Eukaryotische Ribosomen sind 80S-Ribosomen (Svedberg-Einheit) mit einer kleinen 40S-Untereinheit (18S rRNA, 33 Proteine) und einer großen 60S-Untereinheit (5S, 5,8S und 28S rRNA, 49 Proteine). Insgesamt etwa 4,3 MDa.

Aufbau bei Prokaryoten

Prokaryotische Ribosomen sind kleiner: 70S mit 30S- (16S rRNA) und 50S-Untereinheit (5S und 23S rRNA). Antibiotika wie Tetracycline oder Streptomycin binden selektiv an die 70S-Form.

Funktion

Das Ribosom besitzt drei tRNA-Bindestellen: A-Stelle (Aminoacyl), P-Stelle (Peptidyl) und E-Stelle (Exit). Die Peptidyltransferase-Aktivität liegt in der 23S/28S rRNA (Ribozym). Pro Sekunde werden etwa 15–20 Aminosäuren verknüpft.

Polysomen

Mehrere Ribosomen können gleichzeitig dieselbe mRNA übersetzen und bilden so Polysomen, was die Effizienz der Proteinsynthese deutlich erhöht.

Abitur-Tipp: Merke die Eselsbrücke: 'A vor P vor E' — Aufnahme, Peptidbindung, Exit.